Die Grundlagen eines positiven Arbeitsklimas

Es kann schwierig sein, den Großteil des Tages mit Arbeit zu verbringen. Wir erklären, wie man ein gesundes Arbeitsklima schaffen kann.
June 16, 2023

Der menschliche Körper wurde nicht gemacht, um acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche zu arbeiten. Ein Blick zurück in der Geschichte zeigt uns durch zahlreiche Studien und Berichte von Historikern, wie viel weniger die Menschen vor unserer aktuellen Ära arbeiten mussten. Klar, es war nicht immer so sicher, wie es heute ist, doch die Unterschiede sind enorm. So haben die Jäger und Sammler der menschlichen Geschichte, die laut Vergleichsmodellen im Durchschnitt nur 5 Stunden am Tag arbeiteten, mit nur wenigen Arbeitstagen pro Woche, durch die zusätzliche Freizeit Kultur und Sprache entwickeln können, während selbst Bauern vor der industriellen Revolution nur während Saat und Ernte hart arbeiten mussten, und den Rest des Jahres größtenteils mit Freizeit verbrachten.

Seit dem Aufmarsch der Industrie hat sich viel verändert, doch was gleich geblieben ist, sind die Gehirne und Körper, mit denen wir uns Tag für Tag herumschlagen müssen. Auch wenn unsere Gesellschaft jetzt Wert auf höhere Arbeitszeiten denn je legt, ist das oft schwer mit unserer menschlichen Natur in Einklang zu bringen. Wer weise an sein Arbeitsklima herangeht, kann auch bei längeren Zeiten garantieren, dass Mitarbeiter sich in ihrem Job glücklich fühlen und nach der Arbeit nicht auf dem Sofa zusammenbrechen müssen, ohne irgendwelche Energie, die für Freizeit noch verfügbar wäre.

Da wir so viel Zeit mit der Arbeit verbringen, hat unser Geisteszustand am Arbeitsplatz eine enorme Wirkung auf unseren allgemeinen Geisteszustand, auch wenn wir nach Hause kommen. Sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter können darauf achten, dass das Arbeitsklima angenehm ist und wir auch während des Arbeitstages Gelegenheiten finden, unseren Geist kurz ausruhen zu lassen. Wir haben Ideen gesammelt, was wir in diesem Bereich unternehmen können.

Kommunikation ist alles - Und muss nicht immer zielführend sein!

Wer hat es noch nicht gehört: Keine Gespräche während der Arbeit! Seit unserer Zeit in der Grundschule verfolgt und sie Idee, dass wir die Klappe halten und uns konzentrieren sollen. Und natürlich, eine Stunde lang über das große Staffelfinale von gestern zu reden ist nicht zielführend und sollte während den Arbeitszeiten nicht stattfinden. Doch können auch entspannte, unfokussierte Unterhaltungen besser Bande zwischen Teammitgliedern fördern, die in der Kommunikation zu Arbeitsthemen widergespiegelt werden.

Diese Kommunikation kann auch von oben kommen. Um Unsicherheiten zu vermeiden ist es wichtig, Mitarbeitern zu sagen, dass sie geschätzt werden und wann sie etwas besonders gut gemacht haben, oder auch wenn etwas noch ein wenig mehr Arbeit oder Verbesserung braucht. Auch öffentliche Gesten können hier viel bewirken, selbst wenn es nur ein belegtes Brötchen vom Bäcker ist, das man seinen Mitarbeitern ab und an mitbringt.

Hier ist es besonders wichtig, sich der Wirkung bewusst zu sein, die man auf seine Kollegen hat. Eine Kritik, die gar nicht beleidigend gemeint ist, kann schnell als beleidigend wahrgenommen werden, ganz besonders, wenn zwischen den beiden Parteien ein Machtunterschied besteht, wie es zwischen Chef und Mitarbeiter eben sein kann. Eine Kultur der Unterstützung zu schaffen, kann die Laune und Produktivität der gesamten Belegschaft steigern.

Natürlich kann Kommunikation auch zu weit gehen. Wenn aus Gesprächen untereinander ein Lästern über dritte Parteien wird, ist das alles andere als hilfreich. Es ist also wichtig, sicherzustellen, dass Lästern am Arbeitsplatz nicht willkommen ist. Hier kann es auch helfen, solche Probleme offen mit der Belegschaft zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Teamgeist muss gefördert werden

Teamgeist entsteht nicht von alleine. Besonders in Arbeitsplätzen, die weiter aufgeteilt sind, oder in denen einige Mitarbeiter von zu Hause arbeiten, kann es schwierig sein, starkes Teamwork zu fördern. Es ist also wichtig, regelmäßiges Teambuilding zu betreiben, und das muss nicht immer ein Ausflug, eine Firmenfeier in der Cocktailbar oder gemeinsames Yoga sein (auch wenn das ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, wir äugeln in unserer Firma schon länger ein gemeinsames Vipassana Yoga Retreat…).

Zunächst und vielleicht am wichtigsten, helfen regelmäßige Teambesprechungen sowohl beim Teamgefühl, als auch bei der besseren Organisation. Wenn nicht alle nur an ihren Tisch gebunden sind, lernen sie einander kennen und es wird einfach, Mitarbeiter, wenn nötig, um Hilfe zu bitten.

Einmal die Woche einen Weg zu finden, Wertschätzung für Mitarbeiter auszudrücken, kann ebenfalls enorm helfen, und sei es mit einem bestellten gemeinsamen Mittagessen. Wenn die Kollegen sich mehr wie Freunde oder Familie fühlen, steigt der Teamgeist.

Kreativität und individuelle Fähigkeiten fördern

Die Arbeitswelt zwingt oft viereckige Klötze in runde Löcher. Jeder Arbeiter ist ein Mensch mit individuellen Interessen, Stärken und Schwächen. Sich aller drei bewusst zu sein, kann sowohl das Arbeitsklima als auch die Produktivität um Welten verbessern. Eine “Es gibt keine dummen Fragen”-Politik kann jedem Mitarbeiter helfen, sich in der Gruppe einzubringen und seine eigenen hilfreichen Beiträge zu leisten. So können sich ganz neue Perspektiven eröffnen, an die jemand, der eher die Chefrolle gewöhnt ist, sonst nie denken würde.

Fazit

Ein Sprichwort besagt “Wähle einen Job, den du liebst, und du wirst nie wieder arbeiten müssen.” Die meisten von uns wissen, dass das nicht wirklich wahr ist. Besonders Jobs, die man liebt, reißen einen mit wie nichts anderen, bringen einen auf neue Höhen und in neue Tiefen und laugen einen aus wie sonst nichts, aber nicht ohne ein Gefühl des Erfolgs am Ende. Doch ist das trotz allem um Welten besser als ein Job, in dem man das Gefühl hat, nicht ernst genommen zu werden und mit niemandem sprechen zu können.

Wenn wir unsere Jobs lieben und uns darauf freuen, unsere Mitarbeiter zu treffen, arbeiten wir besser. Lange Stunden, in denen wir keinen Moment der Ruhe und Kameradschaft haben, lassen unseren Geist abstumpfen, was die Qualität dessen, was wir produzieren, immer weiter sinken lässt. Doch so muss es nicht sein. Wenn man Aufwand darin steckt, den Arbeitsplatz zu einem Ort zu machen, vor dem man sich nicht fürchten muss, kann man mehr erreichen, als man sich hätte träumen lassen.

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