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Rytr - Künstliche Intelligenz für Blogbeiträge?

Wie dieser Artikel entstanden ist

Hinter unseren Inhalten steht eine echte Redaktion aus Menschen. Bei Recherche und Erstellung setzen wir unterstützend KI-Werkzeuge ein. Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion gelesen und überarbeitet.

Rytr – Künstliche Intelligenz für Blogbeiträge im Praxistest

Wir von 4EVERGLEN führen mehrere Blogs, die alle regelmäßige Updates benötigen. Von unserem Interior-Design-Blog DESMONDO bis hin zu unserem Athleten-Magazin athlet-one veröffentlichen wir meistens täglich Artikel aus Eigenproduktion. Das bedeutet natürlich eine entsprechende Menge Arbeit. Themen wählen, recherchieren, schreiben, editieren – all das will erledigt sein, bevor der Artikel das Licht der Welt erblickt. Genau hier setzt Rytr an: Die Plattform verspricht, mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert Texte für Blogbeiträge zu generieren und so den redaktionellen Aufwand deutlich zu reduzieren.

Was ist Rytr und wie funktioniert die KI für Blogbeiträge?

Rytr ist eine Website, die Texte anbietet, die von einer künstlichen Intelligenz geschrieben werden. Nutzer geben dafür einfache Keywords, Überschriften oder kurze Themenbeschreibungen ein, auf deren Basis die KI dann einen fertigen Text ausgibt. Die Idee dahinter: Statt jeden Blogbeitrag von Grund auf selbst zu verfassen, soll Rytr als Unterstützung dienen und den Schreibprozess beschleunigen. Da eine solche Option wie eine gute Hilfestellung für unsere tägliche Redaktionsarbeit wirkt, haben wir Rytr ausführlich getestet. Hier sind unsere Ergebnisse.

Der erste Eindruck: zahlreiche Optionen für unterschiedliche Textarten

Schon auf den ersten Blick ist die Auswahl an Optionen bei Rytr erstaunlich. Von klassischen Blogbeiträgen über Produktbeschreibungen bis hin zu Social-Media-Texten bietet die Plattform eine Vielzahl an Formaten an, die sich mit wenigen Klicks auswählen lassen. Für ein Content-Team, das mehrere Blogs mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten betreut, klingt das zunächst vielversprechend – gerade weil sich so theoretisch verschiedene Textarten für verschiedene Projekte generieren lassen sollten.

Problem Nummer 1: Die generierten Texte sind zu kurz

In der Praxis zeigte sich jedoch schnell eine Schwachstelle: Der Artikel, der für uns verfasst wurde, hatte nur eine Länge von 76 Worten. Optimierte Unterseiten haben jedoch üblicherweise rund 800 Worte, was meistens mindestens 500 Worte pro Blogbeitrag verlangt – so auch bei uns auf DESMONDO. Nach mehreren Versuchen wurde klar, dass die Ergebnisse, die Rytr liefert, generell sehr kurz ausfallen und für eine SEO-optimierte Veröffentlichung allein nicht ausreichen.

Unsere Lösung: Mehrfache Mini-Texte zu einem vollständigen Artikel kombinieren

Als Reaktion darauf haben wir einfach mehr Eingaben gemacht und mehrere kurze Texte der KI kombiniert, bis wir unsere Solllänge von 500 Worten erreicht haben, die ein üblicher Artikel auf DESMONDO beinhalten sollte. Mehrfache Mini-Texte ergeben so am Ende zwar einen vollständigen Text, allerdings mit deutlichem Mehraufwand bei Zusammenstellung und Nachbearbeitung, da Übergänge und roter Faden manuell angepasst werden müssen.

Fazit: Lohnt sich Rytr für Blogbeiträge?

Rytr bietet als künstliche Intelligenz für Blogbeiträge durchaus interessante Ansätze, insbesondere durch die große Auswahl an Textformaten und die einfache Bedienung über Keywords und Überschriften. Für kurze Textbausteine, Ideenfindung oder erste Entwürfe kann das Tool eine sinnvolle Ergänzung sein. Wer jedoch komplette, lange Blogartikel ohne zusätzlichen Aufwand erwartet, wird mit den Standardergebnissen zunächst nicht zufrieden sein. Erst durch das Kombinieren mehrerer generierter Textabschnitte lässt sich eine für SEO-Zwecke ausreichende Wortanzahl erreichen.

  • Große Auswahl an Textoptionen und Formaten
  • Einfache Bedienung über Keywords und Überschriften
  • Generierte Texte sind standardmäßig sehr kurz
  • Mehrere Durchläufe nötig, um übliche Blogbeitrags-Längen zu erreichen
  • Nachbearbeitung für stimmigen Lesefluss notwendig

Wie hier bereits sichtbar sein sollte, sind wir sogar deutlich über 500 Worte gegangen, in der Voraussicht, dass viele der künstlich verfassten Passagen Wiederholungen beinhalten könnten oder einfach nicht Themenrelevant sind. Dann kopierten wir den Text in ein separates Dokument und sahen uns an, was wir zur Verfügung hatten.

Rytr geht bereits im ersten Satz gegen den Sinn des Beitrags

Bereits in der ersten Zeile des Textes ist klar: Die künstliche Intelligenz scheint nicht ganz zu wissen, worum es in dem Artikel gehen soll. Rytr dient also auf jeden Fall nicht als Ersatz für den ganzen Prozess der Artikelveröffentlichung. Die Idee und die Nachbearbeitung sind so oder so noch nötig. Ein wenig Nachbearbeitung später sah dieser Teil des Artikels dann also so aus:

Gelb markierte Elemente mussten umgeschrieben werden

Schon viel besser. Das Problem war allerdings tiefgehender als etwas, das nur mit ein wenig Kontext zu lösen ist, wie bald klar wurde. Ganze Textzeilen mussten komplett gestrichen werden.

Sätze über Stühle tragen nichts bei

Letzten Endes mussten wir mehr als die Hälfte des Textes, den Rytr für uns generiert hatte, komplett löschen. Für das Artikelschreiben ist Rytr also wenn überhaupt nur eine Beihilfe. Für die kürzeren Texte, für die es eher konzipiert zu sein scheint, ist es allerdings ebenfalls nicht ideal, da solche Texte zum einen ohnehin leicht zu verfassen sind und zum anderen jedes Mal einen genauen Blick vonseiten eines Lektors vonnöten wäre, um potenziell fatale Fehler im Verständnis der KI zu vermeiden. Texte von der KI schrieben zu lassen klingt wie ein Traum. Tragischerweise sieht es aber auch aus, als würde es noch für eine ganze Weile einer bleiben.